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Erfassung und Verwertung von Baum- und Strauchschnitt im Ilm-Kreis 19.12.2011 


Das Aufkommen an biogenen Abfällen auf der Kreiskompostieranlage Langewiesen ist in den letzten Jahren nach dem Wegfall der Ausnahmeregelungen für die Verbrennung von Pflanzenabfällen im Ilm-Kreis deutlich gestiegen. Die Grünschnittmengen lagen bis 2008 nie über 2.300 Tonnen pro Jahr, in diesem Jahr werden voraussichtlich nahezu 6.000 Tonnen durch die öffentliche Abfallwirtschaft verwertet. Nach Bestätigung durch den Kreistag Anfang September 2011 startete der Abfallwirtschaftsbetrieb Ilm-Kreis deshalb gemeinsam mit daran interessierten Städten und Gemeinden des Ilm-Kreises ein Modellvorhaben zur zusätzlichen Erfassung und Verwertung von Baum- und Strauchschnitt. Das Modellvorhaben ist bis Ende 2012 angelegt, stellt ein neues Leistungsangebot für die Bevölkerung dar und dient letztlich auch der Gewinnung von verlässlichen Zahlen zum Aufkommen an Baum- und Strauchschnitt aus privaten Haushalten.
Bis Mitte 2011 wurde Baum- und Strauchschnitt im Wesentlichen auf der Kompostieranlage in Langewiesen und der Verbandsdeponie Rehestädt in haushaltsüblichen Mengen von bis zu einem m³ gebührenfrei angenommen oder über die Biotonne entsorgt.
Beginnend ab September 2011 wurden in Abstimmung mit den Verwaltungen der Städte und Gemeinden Sammelstellen in Altenfeld, Böhlen, Frauenwald, Friedersdorf, Gehren, Gillersdorf, Herschdorf, Neustadt a. Rstg., Schmiedefeld, Stützerbach und Wildenspring eingerichtet, an denen je nach örtlichem Bedarf Baum- und Strauchschnitt angenommen wurde. Die Annahmezeiten wurden im jeweiligen Amtsblatt veröffentlicht.
Die Einwohner der Städte und Gemeinden, die in unmittelbarer Nähe zur Kompostieranlage Langewiesen oder der Verbandsdeponie Rehestädt wohnen, konnten weiterhin diese Anlagen für die gebührenfreie Anlieferung von haushaltsüblichen Mengen nutzen.
 
Zwischenzeitlich konnte mit Stadtilm eine weitere Sammelstelle vereinbart werden, so dass die Einwohner das zusätzliche Angebot nutzen können. Ab dem Frühjahr 2012 kommen noch Elleben, Ilmtal und das Wipfratal dazu.
 
Dass die Sammelstellen in den Städten und Gemeinden von der Bevölkerung gut angenommen werden, zeigen die ersten Ergebnisse. Bis Ende November 2011 wurden  von den kommunalen Sammelstellen einschließlich der Verbandsdeponie Rehestädt 261 Tonnen Baum- und Strauchschnitt abtransportiert.
Das vom Abfallwirtschaftsbetrieb Ilm-Kreis im Ergebnis einer Ausschreibung beauftragte Unternehmen beräumt nach Ende der Annahmezeiten oder bei Bedarf in Absprache mit den Kommunen die Sammelstellen und führt den Baum- und Strauchschnitt in Form von Hackschnitzeln einer energetischen Verwertung in Heizkraftwerken zu.   
 
Die „Sammelaktion 2011“ wurde Anfang Dezember im Wesentlichen abgeschlossen. Die bisher gewonnenen Erfahrungen zeigen, dass der Bedarf an einer ordnungsgemäßen Entsorgung von Baum- und Strauchschnitt vorhanden  und die Art und Weise der Erfassung über kommunale Sammelstellen auf Akzeptanz gestoßen ist.
 
Da das Modellvorhaben bis Ende 2012 geplant ist, werden Anfang nächsten Jahres die gewonnen Erfahrungen und vorliegenden Ergebnisse mit den beteiligten Kommunen ausgewertet und darauf aufbauend die Sammelaktionen 2012 vorbereitet. Das Modellvorhaben ist für weitere Städte und Gemeinden des Ilm-Kreises offen.