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Ergebnis der Hausmüllanalyse 2015 im Ilm-Kreis 06.12.2016 


Der Ilm-Kreis hat gemeinsam mit dem Landkreis Sömmerda in Regie des Zweckverbandes Restabfallbehandlung Mittelthüringen im Jahr 2015 eine Hausmüllanalyse durchgeführt. Zielsetzung war es, im Rahmen des Abfallwirtschaftskonzeptes Daten über das Aufkommen und die stoffliche Zusammensetzung der von den Haushalten entsorgten Restabfälle zu ermitteln. Beprobt und anschließend sortiert wurde der Inhalt von Restabfallgefäßen in vier verschiedenen Gebieten des Ilm-Kreises während zwei Sortierkampagnen. Zu den Probenahmegebieten gehörten Wohngebiete mit Ein- und Zweifamilienhausbebauung, Mehrfamilienhausbebauung im Innenstadtbereich, Mehrfamilienhausbebauung mit anonymen Strukturen sowie Mischbebauung mit Geschäften.

Im Ergebnis der Sortierung konnte festgestellt werden, wie viele Anteile an nicht mehr verwertbaren Restabfällen, an Wertstoffen, an kompostierbaren Abfällen und an gefährlichen Abfällen in den Restabfallbehältern zu finden sind.

Positiv ist, dass der Anteil an organischen Abfällen aus Küche und Garten im Vergleich zur letzten Hausmüllanalyse leicht gesunken ist. Mit einem prozentualen Masseanteil von 24,7 % sind allerdings immer noch zu viele kompostierbare Abfälle im Restabfallbehälter zu finden. Wertstoffe, wie Papier/Pappe (6,0 %), Kunststoffe/Verbunde (8,5 %), Glas (8,3 %) und Metalle (2,6%) wurden zwar in vergleichsweise geringen Anteilen vorgefunden, aber hier gibt es ebenfalls noch Verwertungspotential. Gefährliche Abfälle im Restabfall spielen mit 2,6 % eine relativ kleine Rolle, diese dürfen aber wie inerte, nicht brennbare Bauabfälle (6,0 %), nicht über den Restabfallbehälter entsorgt werden. Mit einem Masseanteil von 41,3 % schlägt der tatsächliche Restabfall zu Buche.

Die Hausmüllanalyse im Ilm-Kreis, welche noch vor Einführung des Identsystems im Ilm-Kreis durchgeführt wurde, zeigt deutlich, wo es noch Verwertungspotential gibt. Das größte Wertstoffpotential innerhalb des Restabfalls weisen die kompostierbaren Abfälle auf. Hier gilt es, die Angebote im Ilm-Kreis (Biotonne, Bioabfallsäcke, Abgabemöglichkeiten an der Kompostieranlage des Ilm-Kreises sowie Deponie Rehestädt und Container für Baum- und Strauchschnitt in einigen Städten und Gemeinden des Landkreises) in stärkerem Maße als bisher zu nutzen. Weiteres Verwertungspotential gibt es bei den Wertstoffen, welche trotz Papiertonne, gelben Sack/gelbe Tonne und Altglascontainer immer noch in den Restabfallbehältern zu finden sind.

Infolge der Einführung des Identsystems erwartet der Abfallwirtschaftsbetrieb Ilm-Kreis (AIK) einen deutlichen Rückgang der Restabfallmengen in den grauen Abfallbehältern mit einem gleichzeitigen Anstieg der Mengen an verwertbaren Abfällen in den dafür vorgesehenen Systemen.

Die durch Wiegung erfasste Hausmüllmenge betrug im Jahr 2015 23.966 Tonnen. Davon entfallen ca. 10 % auf hausmüllähnliche Gewerbeabfälle. Die Hausmüllmenge würde somit ca. 21.569 Tonnen betragen. Im Rahmen der im Jahr 2015 durchgeführten Hausmüllanalyse wurde durch Hochrechnung eine Menge von insgesamt 20.171 Tonnen Restabfall ermittelt. Somit ist das Ergebnis als plausibel anzusehen.

Nur durch konsequente Getrenntsammlung von verwertbaren und nicht verwertbaren Abfällen kann eine weitere Reduzierung der Restabfallmengen erreicht werden. Gleichzeitig lassen sich Abfallgebühren sparen, denn jede Leerung der Restabfallbehälter wird im System erfasst und zur Gebührenberechnung herangezogen.

Abfallwirtschaftsbetrieb Ilm-Kreis